60 JAHRE STARCLUB AUF ST. PAULI: THE BEATLES, JIMI HENDRIX, RAY CHARLES & MEHR

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St. Pauli

DIE BEATLES ERÖFFNEN DEN STAR-CLUB AUF ST. PAULI AM 13.04.1962

Die Große Freiheit und die Beatles

DIE BEATLES ZWISCHEN INDRA, STARCLUB & GROßER FREIHEIT

„Die Not hat ein Ende! Die Zeit der Dorfmusik ist vorbei!“

Heute vor 60 Jahren, am 13.04.1962, hat der Star-Club in der Großen Freiheit auf St. Pauli eröffnet. Mit den Beatles am Eröffnungsabend auf der Bühne des Musikclubs, in dem bis zum 31.12.1969 alles gespielt hat, was Rang und Namen hatte. Ray Charles, Fats Domino, Chuck Berry, Jimi Hendrix und viele mehr.

Mehr dazu erfahrt ihr auf der Kiez-Kapitän Reeperbahn Tour, die zu allen Clubs führt, in denen die „Fab Four“ aufgetreten sind.

Vor der Gründung des Star-Clubs befand sich an dieser Adresse das von Manfred Weissleder betriebene Stern-Kino. Auf Vorschlag des Musikpromoters Horst Fascher wurde es zu einem Musikclub umgestaltet. Die Räume des Kinos einschließlich Eingang und Balkon wurden nur wenig umgebaut. Das Gebäude stand direkt neben dem Grundstück der barocken St.-Josephs-Kirche. Betrieben wurde der Star-Club vom Gründer Manfred Weissleder; Geschäftsführer war Hans Bunkenburg, danach Horst Fascher nach seiner Kellner-Tätigkeit. In den sieben Jahren seines Bestehens gastierten viele bekannte Größen der Rockmusik im Star-Club. Danach zog das Erotik-Nachtlokal Salambo ein. Das Gebäude, das nach einem Brand 1983 brachlag, wurde schließlich 1987 abgerissen.

THE BEATLES, JIMI HENDRIX, RAY CHARLES, CHUCK BERRY...

In einer ersten Phase (bis Juni 1964, als der Club wegen prügelnder Kellner von der Ordnungsbehörde geschlossen wurde und mit Hans Bunkenburg als neuem Geschäftsführer wieder eröffnete) traten allabendlich sieben Bands auf; jede spielte ein Konzert von einer Stunde. Zeitweise gab es auch gleichnamige Ableger in Berlin, Köln, Bielefeld, Bremen, Kiel, Flensburg, in denen dieselben Bands spielten. Bis Dezember 1965 warb eine eigene Zeitschrift Star Club News für die Konzerte. Im Februar 1969 begann die dritte Phase des Star-Club in Hamburg. Nun gestalteten Frank Dostal, Achim Reichel und Kuno Dreysse das Programm. In der Hauptsache spielten Prog-Rock-Bands wie The Nice, Spooky Tooth, Taste, Yes, Colosseum, East of Eden, Vanilla Fudge, Gun, Steamhammer, Black Sabbath (noch als The Earth), aber auch The Easybeats, Richie Havens, Ohio Express, Bandwagon und The Tremeloes. Allerdings blieb werktags häufig das Publikum aus; die Gage der Groundhogs konnte nicht mehr bezahlt werden. Das letzte Konzert am Tag der Schließung, dem 31. Dezember 1969, gaben Hardin & York.

Günter Zint, der zwischen 1964 und 1969 auch als Fotograf im Club arbeitete, und sein St.-Pauli-Museum haben einen Gedenkstein auf dem früheren Star-Club-Gelände aufstellen lassen. Dieser Stein enthielt zunächst zwei Fehler: The Who sind nie im Star-Club aufgetreten, waren aber als Gäste im Club; der übereifrige Steinmetz hatte bei der Gestaltung des Steines seine Lieblingsgruppe mit eingraviert. Jimi Hendrix wurde auf der Stele als „Jimmy Hendrix“ aufgeführt. Diese beiden Fehler wurden mittlerweile beseitigt. So ist Jimi Hendrix nun in der richtigen Schreibweise vorzufinden, und anstatt The Who wurden The Rivets verewigt. Bei der stilisierten E-Gitarre, die vom Star-Club häufig als Ergänzung zum Logo abgebildet wurde (siehe Bild), handelt es sich um eine grafische Darstellung des Modells Saturn 63 des deutschen Gitarrenbauers Hopf, erstmals veröffentlicht im Jahr 1963.

Der Star-Club hat am Ende unter der Leitung von Achim Reichel und 2 weiteren Freunden pleite gemacht und schloss mit Konzerten am 31.12.1969 seine Türen. Die Bands wollten immer mehr Geld für ihre Auftritte und es war nicht mehr wirtschaftlich, den berühmtem Musikclub weiter zu betreiben.

DAS ENDE DES STARCLUBS IN DER GROßEN FREIHEIT

Nachfolger wurde das in der Großen Freiheit gegenüberliegende Grünspan. Hier setzte man aber nicht auf Live-Bands, sondern auf DJ’s, die Platten auflegten. Das war viel billiger, als teure Bands zu bezahlen und zog mehr Kundschaft an, die zum Tanzen und Feiern auf den Kiez kam.

Auf den Kiez-Kapitän Touren erfahrt ihr noch viel mehr über die wilde Zeit. Viele Geschichten hat mir Günter Zint erzählt, der damals Fotograf im Star-Club war. Und sehr gut mit John Lennon und Paul McCartney befreundet war.

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